Amber

Unser Therapiehund

Susanne Ehrenberg mit Hündin Amber

Sozialassistentin, ergotherapeutischer Bereich Tiergestützte Therapeutin

Amber, eine Labradorhündin, hat im Alter von fast vier Jahren am 12.05.2012 erfolgreich die Ausbildung zur zertifizierten Therapiehündin bestanden. Gemeinsam absolvierten wir die Therapiebegleithundeausbildung bei den „Hundepädagogen“ in Erfurt. Diese Ausbildung wird alle zwei Jahre rezertifiziert.

Bedingt durch die Affinität zu Tieren, hier insbesondere zum Hund, zeigt sich der Zugang zum Menschen über das Medium Hund um ein vielfaches leichter. Das Tier geht völlig „wertfrei“ auf jeden Menschen zu. Das äußere Erscheinungsbild des Menschen ist dem Tier egal. Es akzeptiert jeden bedingungslos, gibt Trost und Zuneigung, lässt körperliche Nähe zu und kann allseits als stiller Zuhörer bei Problemen fungieren.
Wissenschaftlich wurde bereits belegt, dass über ein Tier die Herz- u. Kreislauffunktionen verbessert werden, d.h. während der Anwesenheit eines Hundes, z.B. während einer Therapiesitzung, senkt sich der Blutdruck und der Kreislauf stabilisiert sich. Auch das Gesundheitsverhalten wird durch den Hund positiv beeinflusst. Durch die Teilnahme an Spaziergängen wird die Motorik aktiviert, die Verdauung angeregt, Übergewicht reduziert und die Regelmäßigkeit der Tagesstruktur gefördert. Auch das Nervensystem wird angeregt und Stress baut sich schneller ab. Die Schmerzwahrnehmung ändert sich, weil der Hund eine Ablenkfunktion ausübt.
Die Kommunikationsfähigkeiten sowie die Bereitschaft zu kommunizieren werden über das Tier um ein vielfaches erhöht, weil es eine Fülle an Gesprächsstoff bietet, sei es über das eigene Tier oder den ehemaligen Hund in der Nachbarschaft.

Amber begleitet mich auf vielen Wegen durch den Klosterhof (Haus der Elemente), so dass sehr viele Bewohner den täglichen Kontakt zu ihr pflegen können (biografisches Arbeiten im Dementenbereich). Zu sehr vertrauten Menschen nimmt sie selbständig Kontakt auf, um sich streicheln zu lassen. So ist stets Kommunikationsstoff vorhanden.



Mehrere Bewohner begleiten uns während des täglich anfallenden Spazierganges mit Amber.


In Gruppenangeboten unterstützt Amber das Hirnleistungstraining (Spiel mit dem Würfel), die Feinmotorik wird gefördert durch das Schieben des Kekses mit dem Gartenschlauch, durch bestimmte Übungen werden die unteren und oberen Extremitäten der Bewohner motorisch stabiler.

 

 

Eine beliebte Übung mit Hund und Bewohner ist die “Begrüßung“: Amber gibt Pfötchen, erhält dafür eine kleine Belohnung, der Bewohner freut sich, Amber auch! (Durchführungen siehe auch Videofilm)